Rudy-Mann hat geschrieben:Könnten die Geschirre sein, aus denen der dezente Duft seiner Wälzaktionen einfach nicht rauszukriegen sind - Desensibilisierung.
... wohl eher kaum. Es dürfte allgemein bekannt sein, dass Hunde ein völlig anderes Geruchsempfinden haben als wir Menschen. Der Hund empfindet den Duft nicht als "stinkend", das tun nur wir Menschen...
Ich hab jetzt nicht die August-Beiträge zu diesem Thema gelesen, deshalb bitte ich um Nachsicht, falls ich jetzt hier irgendwas wiederhole, was dort schon genannt wurde:
Junghunde/Welpen fressen die Exkremente anderer Tiere/Hunde meist aus Gründen, die verhaltensbedingt einzustufen sind. Haken wir das mal unter "Rüpelphase" ab.
Erwachsene Hunde fressen Exkremente anderer Tiere phasenweise ebenfalls aus den verschiedensten Gründen, wobei auch hier oft eine Verhaltensursache vorherrschend ist. Gern genommene "Happen" sind hierbei vor allem Hasenküttel, Schafsch***, Pferdeäpfel. Problematisch ist das schon alleine deshalb, weil diese Tiere Wirte für verschiedene Wurmarten sind und die Hunde ggf. Larven mit den Ausscheidungen mit aufnehmen können.
Es macht schon einen Unterschied, wenn ein (erwachsener) Hund ständig die Haufen anderer Hunde frisst. Man bezeichnet dies medizinisch als Koprophagie. Viele koprophage Hunde haben einen Mangel an Bauchspeicheldrüsen-Enzymen. Diese sind für die Aufspaltung der Nahrung in ihre verwertbaren Bestandteile notwendig. Bei jedweder Art der Störung in diesem System kann der Hund die in seiner Nahrung vorhandenen Nährstoffe nicht aufnehmen/verwerten. Als Folge davon frisst er die Hinterlassenschaften anderer Hunde, weil in deren Ausscheidungen oftmals noch viel mehr Nährstoffe enthalten sind, als der Hund aus seiner eigenen Nahrung verwerten kann.
Bei dem Verdacht einer medizinisch verursachten Koprophagie sollte man also zunächst beim TA einen TLI-Test erwägen. Hier wird aus dem Blut eine Analyse der Pankreasenzyme gemacht. Stellt sich ein (absoluter oder relativer) Mangel heraus, dann kann man dies mit der externen Gabe von Enzymen gut kompensieren.
Übrigens: den Hund lieber "ein bißchen pummeliger" zu füttern ist die denkbar schlechteste Alternative. Die Folgeschäden können wesentlich gravierender sein (Gelenkprobleme, Leberprobleme, Herzbeschwerden, Diabetes u.a.) als das jetzige Problem ist. Beagles sind grundsätzlich immer völlig ausgehungert

, aber man sollte versuchen, das nicht zu sehr zu vermenschlichen... Durch die Gabe von extra Kohlehydraten (Nudeln, Reis, Kartoffeln) kann das Sättigungsgefühl erhöht werden, ohne dem Tier zu schaden.