Gassigeh-Verweigerer

Alles, was mit dem Verhalten zu tun hat

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Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon albrecht71 » 03.02.2010, 15:03

Hallo zusammen,

unser Ex-Laborbeagle Pauline war von Anfang an (jetzt etwas über 1 Jahr) noch nie lauffreudig und schlechtes Wetter mag sie schon gar nicht.
Ab und zu verweigert sie komplett das Gassigehen auf dem "Hausweg". Morgens gehen ich (wenn ich Urlaub habe) bzw. meine Mutter, diesen Weg, der direkt vom Haus losgeht. Hin und zurück ca. 40 Minuten.
An Tagen wie heute mit richtigem Schei..wetter (es schneeregnet heftig, der Boden ist schneematschig) verrichtet Beagleine nach ein paar Metern ihre Geschäfte, dreht sich um und will nach Hause gehen.
Da sie aber zumindest ein paar Meter gehen soll, nehme ich sie an die Leine. Pauline steht noch starrem Blick Richtung "Heimat". Also fordere ich sie zum Mitgehen auf, was auch funktioniert. Ich ziehe sie nicht hinterher, d.h. ich gehe erst weiter, wenn sie nachgibt und freiwillig weiter geht. Wir kommen dann ca. 2 - 5m weit, dabei zeigt sie das volle Programm: über die Nase schlecken, gähnen, sich schütteln und fängt irgendwann an zu piensen. Also es ist ihr absolut zu wider. Nach besagten 2 - 5m stoppt sie und dreht sich wieder um und will nach Hause (Zug auf Leine). Heute morgen, habe ich das ungefähr 200m mitgemacht.
Ich bin dann umgekehrt, als sie gerade ein bisschen mit lief, um ihr nicht den Erfolg zu geben, daß _Sie_ den Rückweg antritt.
Anderseits gibt es Tage, da klappt es einwandfrei. Aber wenns regnet, bekomme ich Madame nicht aus dem Haus.

An Tagen wie diesen gebe ich ihr halt ein bisschen weniger Futter, damit sie nicht zulegt. Da müssen wir nämlich genau drauf achten.

Ich fahre abends fast immer mit den beiden (wir haben noch einen Dackel) für den großen Spaziergang weg, da sie diesen Weg vor der Haustür scheinbar satt haben.

Gibt's noch andere Beagle, die bei schlechtem Wetter nicht aus dem Haus wollen und verweigern? Wenn ja, zieht ihr dann den Weg durch oder kürzt oder brecht ihr auch ab (wenns geht)?

Gruß, Michael
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Caro&Queenie » 03.02.2010, 15:34

Oh ja, kenne ich: Ich zerre, sie zerrt und stellt such wo sie kann unter - was dann dazu führt, dass wir im wesentlichen unter Autos bzw. Carports "spazierengehen" - Nein Danke, das ist nicht im Sinne des Erfinders. Auch Mäntelchen etc. haben nicht geholfen - sie steht einfach nicht auf Regen (während z.B. Schneesturm so gar kein Problem ist). Wir lassen es dann einfach.

Normalerweise versuche ich es dann später nochmal (wenn die Arbeit es zulässt) und hoffe, dass es dann nicht mehr regnet, bzw. wir machen dann abends eine längere Tour. Wenn alle Stricke reissen und wir so gar nicht richtig rauskommen (ist bis jetzt noch nicht passiert), würde ich wohl versuchen, das über die nächsten Tage auszugleichen, weil Bewegung im Haus einfach nicht dasselbe ist (selbst bei einem Welpen).

Weniger Futter gebe ich dann nicht - meine Maus ist erst knapp 5 Monate alt, da ist mir das Risiko zu hoch.

Generell mag zumindest mein Beagle Abwechslung - ich versuche von daher, immer mal wieder einen anderen Weg zu gehen bzw. nehme ein Bällchen etc. mit, mache Rückruf oder Pfotegeb-Training etc.
If you want to live with someone smart - get a Beagle!

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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon sabinemh » 03.02.2010, 15:37

Sammy wird auch nicht gerne nass, weder von oben noch an den Pfoten. Bei richtigem Mistwetter kürzen wir auch schon mal ab, wenn die "Geschäfte " erledigt sind. ;) Zuhause kann man sich auch noch bewegen und beschäftigen...

Beschwichtigungssignale zeigt er allerdings nicht in dem Maße. Er bleibt nur stehen und lässt alles hängen :mrgreen:

Hat Pauline nicht vielleicht vor irgendetwas/jemand Angst auf dieser Hausrunde? Ist da mal was vorgefallen?
Liebe Grüße von SabineBild
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon nettlmettl » 03.02.2010, 15:43

das kenn ich auch nur zu gut. bei ganz schlechtem wetter oder wenn wir tage hintereinander die gleiche Strecke gehen, hat madame keine lust mehr zu laufen. ich wechsel dann einfach immer ganz oft die Straßenseite, locke sie mit leckerchen. wenn wir weit genug weg sind von zu hause, läuft sie wieder prima mit :D das Problem habe wir sehr oft, vor allem mein freund, bei ihm ist das problem mit dem weiterlaufen sehr schlimm.
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon s.irmi » 03.02.2010, 19:48

HAHA - Ich wäre froh, wenn Spike auch so wäre!!!!!!!!!!! Bei uns ist es nämlich umgekehrt: So ein Sch.....Wetter gibt es gar nicht, dass der nicht rauswill! Da muss ich mich bei Regengüssen und Schneetreiben rausquälen, weil der Herr Hund Gassi gehen möchte! Allerdings wird's dann bei mir nicht länger als eine halbe Stunde - da streik dann ich!! :D
Liebe Grüße,
Irmi und Spike
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon albrecht71 » 03.02.2010, 20:06

sabinemh hat geschrieben:Hat Pauline nicht vielleicht vor irgendetwas/jemand Angst auf dieser Hausrunde? Ist da mal was vorgefallen?


nicht, daß ich wüsste. Ich glaube, daß es einfach daran liegt, daß sie diesen Weg jeden Morgen gehen. Während es bei schönem Wetter noch ok ist, wird bei schlechtem gestreikt. Außerdem hat sie dann Hunger und das Futter ist so nah...

Für den großen Spaziergang fahren wir fast immer weg an verschiedene Orte.
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Jule.84 » 03.02.2010, 21:24

Also Josie ist auch eher ein schön Wetterhund, Regen und Sturm sind garnicht ihr Ding. Da gehts grade mal bis ind Feld, schnell gemacht und dann wird der Rückwärtsgang eingeschmissen, da hilft auch kein Leckerli.
Lg Jule und Terrorbeagle Josie
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Harkfast » 03.02.2010, 22:00

Min geht immer Gassi... egal ob Regen, Schnee, Wind oder Sonne.
Wenn es nach Tina geht, würde sie am liebsten nur bei konstanten 15° ohne direkte Sonne, ohne Wind und ohne Regen laufen, alles andere ist dem Prinzesschen ein wenig unangenehm. Wenn man dann aber erstmal draußen ist, wird gelaufen, gelaufen, gelaufen, solange Frauchen das mitmacht, egal ob man nass bis auf die Haut ist oder nicht.
"Beagle sind Mülleimer mit Charakter!"
Hunde haben einen will to please - Beagle haben einen will zu TEASE!

"Alles was war bekommt man einmal zurück..."
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon mobby » 05.02.2010, 20:30

Also Gino hat diese Marotten ab und an auch mal. In erster LInie eigentlich wenn es draußen sehr windig ist, das mag er nicht so. Aber in den letzten Monaten hatte er es eigentlich nicht mehr so.Ihm bleibt auch nichts anderes übrig als mitzulaufen,lach, die Luna lässt ihn nicht einfach heim gehen. :mrgreen:
Lieben Gruß von Andrea mit Gino und Luna
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Anja&Frank » 05.02.2010, 21:27

Ich will auch einen Gassigeh-Verweigerer haben! :bindafuer Es ist spiegelglatt bei uns und Ole will immer raus. Es kann auch stürmen, regnen, schneien.....alles egal. Der Bursche ist wetterfest, passend für die Küste. :sup:

Gruß

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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Beaglebubi » 06.02.2010, 01:12

Das finde ich aber seltsam, immerhin sind Beagle Laufhunde. Ist sie denn gesund, unverletzt und hat Normalgewicht?

Ich bin mit meinem Beagle täglich zwei bis vier Stunden unterwegs mit Dummy- oder Ballapportieren, zwischendurch lass ich ihn noch ein bisschen den Buggy ziehen, wir üben Grundgehorsam und Tricks unterwegs. Aber der Lump wird nie müde. Wetter ist ihm egal. Frieren tut es ihn nicht, solang er in Bewegung ist und Regen lässt ihn völlig kalt.

Wenn ich mal einen Tag nicht nicht viel mit ihm rausgehe explodiert er beim nächsten Spaziergang fast vor Energie.
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon albrecht71 » 06.02.2010, 01:54

Apropos Laufhund: eigentlich wollte ich noch einen zweiten Hund, weil unser Dackel sehr gemütlich und dick geworden war und kaum noch raus wollte. Ich wollte einen Hund, der mit Spaß Spazierengehen, Joggen und Radfahren wollte und den Dackel etwas mitziehen sollte. Wir haben nun aber keinen Laufhund, sondern Pauline bekommen. D.h. wenn's los geht, freut sich inzwischen der Dackel (der übrigens inzwischen 1/4 seines Gewichts verloren hat und topfit ist) und Pauline beobachtet das ganze erst mal, ob sie da evtl. auch mit muß.

Übrigens: diese Totalverweigerung gibts nur bei der Hausrunde, bei schlechtem Wetter.
Wir sind im Normalfall ca. 2-3 h am Tag unterwegs. Zum Rennen bekomme ich sie aber nur durch Bleib und abrufen. Wenn sie gut drauf sind, rennen sie nach dem Abrufen mal ein Stück voraus. Dann hole ich sie mit der Pfeife zurück usw. Wenn das klappt, dann macht es auch mir Spaß.
Wie gesagt Abrufen, Zick-Zack durch die Beine, im Wald auf Baumstämmen laufen, auf Baumstümpfen absitzen. Auf Bänke springen und absitzen. Das machen wir auch alles. Es gibt ein paar Wege durch den Wald, da klappt auch Radfahren ab und zu. Apportieren geht gar nicht, das versuche ich schon seit Wochen. Sie trägt wie eine Weltmeisterin Schuhe von A nach B. Aber wenn ich es mit ihr üben will. Egal ob Ball, Futterdummy oder Schuh, sie nimmt die Dinge nicht ins Maul und trägt sie.

So ein paar wilde 5 Minuten, wie sie selbst unser 10jähriger Dackel mal hat, gibts bei Pauline nicht. Die kann man auch nicht mal durch den Garten jagen. Das wird ihr gleich zuviel und Madame steht vor der Haustür.

Gewichtmäßig waren wir im Dezember bei 9,6kg bei 34cm. Das war super (wir waren nämlich auch schon mal knapp unter 11kg). Da die letzten 8 Wochen durchgehend Schei*wetter war, ist die Bewegung eindeutig zu kurz gekommen. Jetzt hat sie wieder um die 10kg, was auch noch ok ist. Aber wir nehmen gerade wieder ab und hoffen, daß man auch irgendwann mal wieder was draußen machen kann.
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Galina » 08.02.2010, 21:00

Beaglebubi hat geschrieben:Das finde ich aber seltsam, immerhin sind Beagle Laufhunde. Ist sie denn gesund, unverletzt und hat Normalgewicht?

Ich bin mit meinem Beagle täglich zwei bis vier Stunden unterwegs mit Dummy- oder Ballapportieren, zwischendurch lass ich ihn noch ein bisschen den Buggy ziehen, wir üben Grundgehorsam und Tricks unterwegs. Aber der Lump wird nie müde. Wetter ist ihm egal. Frieren tut es ihn nicht, solang er in Bewegung ist und Regen lässt ihn völlig kalt.

Wenn ich mal einen Tag nicht nicht viel mit ihm rausgehe explodiert er beim nächsten Spaziergang fast vor Energie.


ich war mit galina bis vor 2 jahren auch so lange unterwegs ...wenn das wetter es zuliess sind wir teilweise bis zu 4std unterwegs gewesen ....und das am vormittag ,nachmittags nochmal so ca 1 std ......je nach wetter ....
Liebe Grüsse Galina ...
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Re: Gassigeh-Verweigerer

Beitragvon Tuetenohr » 10.02.2010, 22:09

Da sie aber zumindest ein paar Meter gehen soll, nehme ich sie an die Leine. Pauline steht noch starrem Blick Richtung "Heimat". Also fordere ich sie zum Mitgehen auf, was auch funktioniert. Ich ziehe sie nicht hinterher, d.h. ich gehe erst weiter, wenn sie nachgibt und freiwillig weiter geht.

Michael,
ich finde es gut, daß Du ein Gefühl für Deinen Ex-Laborhund hast, welcher vermutlich nie "eine normale Sozialisierung" erleben durfte; viel Zeit, Ausdauer und Feingefühl braucht, um die "Normalität" erleben zu dürfen......

Pauline hat "in dem Sinne" erst einmal nichts kennengelernt...,
und je, nachdem, wie sensibel eine Hundeseele ist, braucht alles Zeit, Geduld und Ausdauer, um Normalität, zu entwickeln....

Ich habe ausschließlich Tiere aus dem Tierschutz, mit entsprechender Vergangenheit und zum Vergleich kann ich nur sagen, daß meine Syrah, ok, ein Windhund, kein Beagle :-)
erst einmal 5 Wochen brauchte, bis ich sie nicht mehr "tragen" mußte, um sie raus zu bekommen, um sich zu lösen....

Heute, nach langer Geduld und positiver Motivation; wobei sie kein Hund ist, welcher sich mit Lekkerlie bestechen läßt :hair:
ist meine Syrah, mehr als gut drauf, wenn wir rausgehen, yeppp!!!!
Ok, auch jetzt noch, mag sie Usel-Wetter nicht so dolle, geht dennoch mit; klaro,mit Mäntelchen; da kein Unterfell..
LG
Monika
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